Dieses Motto leitet uns! Die naturkundlichen Arbeitsgemeinschaften des Sibylla-Merian-Gymnasiums Meinersen "(Avi-)Faunistik" und "Naturgucken macht Spaß" sollen dazu beitragen eine solide Kenntnis von einheimischen Tierarten zu erlangen und einen verantwortungs- und respektvollen Umgang mit der Natur zu erlernen. Langfristig ermöglicht die Kenntnis verschiedener Arten gezielte Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um wieder mehr Tiere an unsere Schule, das Sibylla-Merian Gymnasium in Meinersen, zu locken.

 

Praktisch bedeutet dies viele Exkursionen in die Natur, wo wir  lernen Tiere zu beobachten und zu bestimmen. Wir werden unsere Beobachtungsdaten regelmäßig hier und auf der Plattform naturgucker.de veröffentlichen, so dass sie für jedermann zugänglich sind. All dies wird dazu beitragen mehr über uns und unsere Umwelt zu erfahren und letztlich einen Lebensraum Schule zu schaffen.


Aktuelles im Schuljahr 2020/21

>> Es geht los <<<

Große Pflanzaktion im November geplant :-)

Nachhaltigkeit ist am Sibylla-Merian Gymnasium Meinersen nicht nur eine leere Worthülse, sondern sie wird aktiv gelebt. Dies betrifft unter anderem die Bereiche Natur- und Artenschutz. In diesem Themenfeld planen wir seit längerem den Aufbau einer Streuobstwiese auf dem westlichen Bereich unseres Schulgeländes. Im Zuge des Aktionsprogramms „Startklar in die Zukunft“ ist es uns nun möglich dieses umfangreiche Naturschutzprojekt mit unserem 7. Jahrgang und unseren Nachbarschulen umzusetzen. Die Stärkung der Klassengemeinschaft und Teambuilding stehen dabei im Vordergrund. Das Ganze erfolgt im Rahmen mehrerer Projekttage. Einen kleinen Einblick in die bisherigen Planungen findet man hier.


Erstbeobachtung in Meinersen

Erste Waldeidechsensichtung

September 2021

Wiedereinmal haben aufmerksame Schüleraugen eine tolle Entdeckung gemacht. Diesmal handelte es sich sogar um einen Erstnachweis für unser Schulgelände in Meinersen.

Während der Mittagspause zeigte sich eine junge Waldeidechse im Bereich der Mensa. Der Fund bedeutet zudem, dass es sich um ein reproduzierendes Vorkommen handeln muss, denn zu dem Jungtier wird es vermutlich auch noch eine Mama- und eine Papaeidechse geben :-) Weiterführende Information zu dieser tollen Art gibt es u.a. hier.


Quaks der Bruchpilot

junger Mauersegler strandet im Bereich der Schulmensa

September 2021

Immer mal wieder tauchen entlang unseres Schulgebäudes auch verletzte Tiere auf, so wie dieser junge Mauersegler. Anstatt sich auf dem Weg in sein Winterquartier in den Süden zu machen, gab es eine Bruchlandung im Bereich der Mensa. Eventuell steht dieser Absturz im Zusammenhang mit einem stärkeren Gewitter, welches unmittelbar zuvor über die Region zog.

Der Vogel wurde von unserem Hausmeister in das nahe gelegene NABU Artenschutzzentrum Leiferde gebracht, wo er gut versorgt wurde.


Matschen für den Schwalbenschutz

Avifaunisten bauen Schwalbennester aus Holzbeton

Meinersen Juni 2021

 

Schwalben gelten eigentlich als Glücksvögel und sie an einem Haus begrüßen zu dürfen, sollte uns erfreuen. Das ist aber nicht immer der Fall, weshalb Schwalbennester aus Unwissenheit und Angst vor Dreck an der Fassade manchmal entfernt werden. Moderne Hausfassaden bieten zudem wenig halt für die kunstvollen Napfnester der Mehlschwalben. Und letztlich fehlt es vielerorts an Baumaterial in Form von Lehmpfützen. Es verwundert also wenig, dass es Mehlschwalben nicht leicht haben und sie vielfach aus dem Bild unserer Dörfer verschwinden. Hier können Kunstnester aus Holzbeton Abhilfe schaffen.

Es brauchte nicht viel, damit wir Avifaunisten dieses kleine Projekt in Angriff nehmen konnten: Styroporkugeln, Frischhaltefolie, Sagespäne, Zement, ein paar Bretter, Nägel und etwas Kaninchendraht sind die "Grundzutaten" für ein wohnliches Schwalbenambiente. Die wesentlichen Arbeitsschritte in Kurzform:

  1. Styroporkugel vierteln, in Frischaltefolie einwickeln und mit Nägeln fixieren.
  2. Erste Schicht Holzbeton aufbringen.
  3. Kaninchendraht zur Stabilisierung befestigen.
  4. Zweite Schicht Holzbeton aufbringen.
  5. Trocknen lassen und Dach montieren.

Weitere Erstbeobachtung in Leiferde

Heuschreckensandwespen gesichtet :-)

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Leiferde Juli 2021

Unser Schulgelände in Leiferde und dessen nähere Umgebung ist immer gut für spannende Naturbeobachtungen. So konnte im Juli hier erstmals eine kleine Kolonie von Heuschreckensandwespen (Sphex funerarius) entdeckt werden.

Diese durchaus imposante, aber weitgehend harmlose Solitärwespenart breitet sich im Zuge des Klimawandels langsam auch in nördliche Gefilde aus. So gibt es in den letzten Jahren zunehmend Beobachtungen in Niedersachsen, wie u.a. einem Bericht der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft zu entnehmen ist.

Weitere spannende Details können dem Fachartikel aus der Zeitschrift Ampulex entnommen werden, der zum Download für Euch bereit steht.



Perlen vor die Säue - Mitnichten ;-)

Meinersen Dezember 2020

 

Was haben Bügelperlen und Naturgucken miteinander gemeinsam? Auf den ersten Blick wenig, auf den zweiten aber sehr viel. Es ist nämlich gar nicht so einfach die prägnanten Merkmale einer Tierart so herauszuarbeiten, dass man diese als Bügelperlenbild erkennt.

Genau dies haben unsere Avi-Faunisten in Meinersen geschafft, wie man anhand der Bilder erkennen kann. Neben einigen häufigen Schmetterlingsarten wurden auch erste Vögel und Säugetiere "weggeperlt".

Die Aktion wurde mit Weihnachtsgebäck und Musik unterlegt und aus diesem Grund fiel heute auch die Entscheidung, dass wir 2021 einfach weiterperlen werden :-)


Zauneidechse erneut Reptil des Jahres

Leiferde - Dezember 2020

 

Es ist schon eine Besonderheit, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Leiferde einen Teil des Schulgeländes mit Zauneidechsen teilen. Bereits 2012 konnten wir die ersten dieser faszinierenden Reptilien  dort beobachten. Mittlerweile ist es uns durch zwei gezielte Projekte gelungen das Zauneidechsenvorkommen zu sichern und zu erweitern.

 

Es freut uns daher um so mehr, dass der Gefährdund dieser Art 2020 und 2021 ein besonderes Augenmerk gilt. Weitere Informationen zu unseren beiden Projekten findet man hier (Zauneidechsenbiotop) und hier (Totholzhecke).

 

Weitere Informationen zum Reptil des Jahres gibt es hier.